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Architekten Portrait, Business Image, Geschäftsmann, Geschäftsbericht

Architekten Portrait

Unser Portrait vom Berliner Architekten Ansgar Schmidt hat seinen Weg in ein Editorial des
Brillen- und Lifestyle Magazins 4SEE gefunden. Hier lesen Sie das Interview aus dem 4SEE Magazin:

4SEE: Herr Schmidt, beginnen wir gleich mit einer Gewissensfrage. Was ist aus Ihrer Sicht besser:
Brille oder Kontaktlinsen?

SCHMIDT: Brille.

Warum?

Damit kann sich ein Gesicht wandeln. Früher waren Brillen wie Medizin, heute ist es ein Modeprodukt
und ein Ausdruck der Persönlichkeit eines Menschen. Einige tragen sicherlich Kontaktlinsen,
weil es praktisch ist. Aber: Für jedes Gesicht findet sich eine Brille – und diese kann sehr kleidsam
sein, gesetzt dem Fall ich hatte eine gute Beratung. In den letzten Jahren hat sich die Brille
immer mehr zu einem wichtigen Stilmittel entwickelt. In Berlin gibt es zum Beispiel Ladenkonzepte,
die Vintage-Modelle anbieten. Bei Möbeln ist seit Jahren ein wichtiger Faktor beim Kauf,
Herkunft und Designer zu kennen oder sogar ein Original zu besitzen. Diesen Trend gibt es auch
bei Sonnenbrillen.

Was macht aus Ihrer Sicht ein gutes Brillendesign
aus?

Das ist eine Frage des Typs. Es gibt nicht das eine gute Brillendesign. Es gibt nur ein gutes Design für
den Träger der Brille. Ob aber genau diese Brille dann aufzuspüren ist, hat etwas mit dem Angebot
zu tun. Hier ist für den Kunden wichtig, einen Laden zu kennen, in dem er etwas fi ndet, das ihm entspricht
oder anders: in dem er auch suchen kann.

Gehen die Kunden denn überhaupt noch in Stores?

Die Konkurrenz durch das Internet wächst schließlich. Der Markt unterschätzt sich da selbst. Brillen müssen
auf dem eigenen Gesicht anprobiert werden. Nach wie vor ist es etwas sehr Persönliches, eine Brille zu kaufen.
Vor allem geht es auch wieder um die Auswahl: Wenn die stimmig ist und die Kunden sich aufgehoben fühlen,
gehen sie auch in den Einzelhandel und kommen auch wieder.

Wie muss denn ein Geschäft aussehen, damit die
Kunden hineingehen?

Der Kunde und sein Wohlbefi nden stehen im Vordergrund – entsprechend kann das Umfeld bieder oder hipp sein.
Früher sahen die Optikergeschäfte aus wie Arztpraxen. In einem Umfeld, in dem sich die Kunden wohlfühlen, fällt
es ihnen jedoch leichter,etwas Gutes zu finden.

Aber in welchem Umfeld fühlen sich die Kunden
wohl?

Es gibt verschiedene Typen Menschen. Die einen fühlen sich in einem Industrieloft wohl. Die anderen
öffnen sich eher in einer warmen heimeligen Atmosphäre. Das hängt von den Produkten ab, die ich
auswähle und von den Kunden, die ich ansprechen möchte – von jung bis alt? Oder nur ein bestimmtes Klientel?

Welche Rolle spielt dabei der Unterschied zwischen
Stadt und Land?

In einer kleineren Stadt wie Bocholt oder Münster oder in Bayern auf dem Land – das wären drei
komplett unterschiedliche Konzepte. Wichtig ist die Eigenanalyse des Optikers: Er muss sich bewusst
sein, was er und wem er was verkaufen möchte. Ich will es nicht über einen Kamm scheren, aber
es könnte sein, dass ein Kunde auf dem Land in Bayern mehr Beratung braucht, während die
Kundschaft in Berlin Mitte bereits eine klare Vorstellung hat, was sie will. Oder anders: Beim Angebot
muss der Optiker auch darauf achten, wie kompetent sich der Kunde selber fühlt.

Das erfordert dann eine andere Kompetenz des Optikers.

Genau. Einige Kunden möchten mehr über das Produkt wissen. Diese Kunden interessiert auch, wo die
Brillenfassung herkommt, wer sie entworfen hat, von welchem Designer der Stil beeinflusst worden
ist? Oder sie wollen gleich Stilikonen. Selbstbewusste Kunden kommen mit einem ganz anderen modischen Anspruch.
Diese Kunden finden sich auf dem Land wie auch in der Stadt.

In wie weit kann die Architektur denn diese Wünsche der Kunden unterstützen?

Wir können dem Eigentümer des Optikerladens eine Plattform bieten, auf der er gut seine Brillen verkaufen
kann.

…und wie sieht diese Plattform genau aus?

Die muss der Person entsprechen. Es bringt nichts, einen hippen Laden zu designen und der Optiker
fühlt sich darin überhaupt nicht wohl. Uns geht es vor allem darum, den Eigentümern einen guten
Rahmen zu schaff en, in dem er sich gut präsentieren kann, aber ihm auch Möglichkeiten auf zu zeigen,
was er vielleicht will, aber bislang war ihm das vielleicht noch nicht bewusst.

Aber wie schaffen Sie diesen Rahmen?

Zu Beginn unserer Arbeit steht das Zuhören. Dann werden Vorschläge ausgearbeitet und wir versuchen,
den Bauherren zu refl ektieren. Wir erarbeiten Möglichkeiten. Viel drückt sich bereits bei der Wahl
des Bodens, den Farben und Materialien aus.

Und so kommt man zu einem guten Storedesign?

Je nach Eigentümer, Kundschaft und Lage. In der einen Lage kann es sinnvoll sein, einige Brillenfassungen
hervorzuheben, in dem sie vorne in einer Vitrine besonders ausgeleuchtet werden. Hinten könnte es eine
Kundenzone geben, in der die Brillen Probe getragen werden können – das am besten in einer angenehmen Atmosphäre.
Dazu gehört aber auch Hintergrundwissen wie Design und Geschichte der Brille. In einer anderen Lage brauche ich ein
klares Design für selbstbewusste und informierte Kunden. Aber ganz wichtig: Eine Blaupause für die Läden gibt es nicht.
Im Vordergrund muss immer der Service stehen.

Was sind denn aus Ihrer Sicht die Trends?

Ein langfristiger Trend: Der Laden braucht eine eigene Persönlichkeit. Das sollte der Kunde direkt
beim Betreten des Ladens spüren. Ein Trend ist der Umgang mit Materialien, die Echtheit und
Haptik des Materials steht wieder im Vordergrund. Der bewusste Einsatz von Material und Stilmitteln,
Tradition im Handwerk. Und wenn Vintage dann muss es echt sein, auf keinen Fall fake Vintage.

Und in zehn Jahren? Gibt es dann da noch den Einzelhandel?

Davon bin ich fest überzeugt. Denn: Internetfirmen suchen sich inzwischen Stores, um ihre Produkte
zu verkaufen. Damit werden Internetmarken lokal. Langfristig wird es hier eine Durchmischung geben.
Wenn ich meine Brille jeden Tag tragen muss – in Beruf und Freizeit, dann brauche ich mehr als
nur eine Supermarktbrille. Dann brauche ich einen Partner und dieser partnerschaftliche Gedanke hat
auch Zukunft.

Ansgar Schmidt
Jahrgang: 1971
Werdegang: Diplom in Architektur in Köln, seit 15 Jahren ein
Architekturbüro zusammen mit Henning Ziepke s1 Architektur
inzwischen in Berlin.
Arbeitsschwerpunkte: Retail – Bauen im Bestand
Auszeichnungen: 3 x HDI „Store of the year“ 14 oz. Berlin
Mitte, 14 oz. Kurfürstendamm, Type Hype Berlin Mitte

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